Tag 4: “Movie meets Technology” – So gefiel es den Schülerinnen

Blätterschlachten im Wald, Outtakes beim Videodreh und viel neues Wissen aus dem Technologie-Bereich: Das haben die sieben Schülerinnen beim viertägigen Projekt “Movie meets Technology” erlebt. Donnerstag haben sie ihre Video- und Fotoprojekte abgeschlossen und die Zeit an der Hochschule Harz gemeinsam mit allen Helfer*innen, sowie Rektor Folker Roland und Dekanin Andrea Heilmann, Revue passieren lassen.

“Es war total schön, alle hier waren so nett, wir haben uns alle gut verstanden und viel Wissen weitergegeben bekommen”, beginnt Annemarie die Feedback-Runde. Annika fügt als zweite hinzu: “Wir haben sehr gute Einblicke bekommen. Ich bin jetzt zwar auch erschöpft, weil wir sehr viel in so kurzer Zeit gemacht haben, finde es aber auch Schade, dass es jetzt schon vorbei ist.” Alina ist nach den vier Tagen begeistert vom Studentenleben: “Ich habe jetzt einen tollen Eindruck vom Campus und Studieren bekommen und wie es ist in Wernigerode zu leben. Die Infos über Fotos und Videos werde ich jetzt so anwenden.”

  • Ganz nah ran mit der Kamera. Foto: Movie meets Technology

Kim gefiel der Zusammenhalt der Teilnehmerinnen besonders gut: “Ab dem ersten Tag haben wir uns sehr gut verstanden. Dadurch hat das Filmen echt viel Spaß gemacht. Es ist so schön zu sehen, was am Ende dabei rausgekommen ist.” Und Lea fügt hinzu: “Dass wir uns alle so gut verstehen, ist nicht selbstverständlich. Im Bezug auf die Zukunftsplanung bin ich mir klarer geworden, dass ich in Richtung Fotografie, Filmen, Bildbearbeitung gehen möchte.” Sophie sagt: “Ich habe mich hier so heimisch gefühlt, die Woche bleibt mir definitiv in Erinnerung.” Zuletzt meint Lisa: “Es ist so schade, dass es vorbei ist, das hätte ruhig noch länger gehen können. Ich denke, dass das alles nicht geklappt hätte, wenn wir uns im Team nicht so gut verstanden hätten.”

“Behind the scenes” mit lustigen Momenten

Natürlich war das gesamte Projekt nicht total ernst und nur voller neuen Infos: Beim Ausprobieren der Kameras und Üben der Filmaufnahmen sind einige lustige Momente passiert. Das haben die Schülerinnen ebenfalls in einem Video festgehalten.

Damit enden die Forschungstage und somit auch erst einmal wieder die neuen Beiträge auf diesem Blog. Wir freuen uns, dass du uns hier begleitet hast und hoffen, dass du auch beim nächsten Mal wieder mit dabei bist. Den Schülerinnen wünschen wir jetzt erst einmal eine tolle Heimreise und am Montag wieder einen guten Schulstart.


An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an alle Helfer*innen, die die Schülerinnen bei ihrer Arbeit unterstützt haben und hinter dem Projekt stecken – wir hoffen, dass wir bei den vielen tatkräftigen Unterstützer*innen niemanden vergessen haben:

Prof. Daniel Ackermann, Prof. Martin Kreyßig, Claudia Hellwig (FEM Power-Projekt), Jessica Bones (Studentin Medieninformatik (B.Sc.)), Robin Ritter, Sebastian Fick, Alexandra Herbersdorf, Johanna Daher (alle Student*innen der “Medien- und Spielekonzeption” (M.A.))

Außerdem vielen Dank an die Unterstützer aus den Laboren für ihre tolle Mitarbeit:

Prof. Dr. Hardy Pundt, Prof. Dr. Rudolf Mecke, Peter Kußmann (Laboringenieur), Hendrik Dresselhaus (Hilfswissenschaftler)

 

Quelle Beitragsbild: Movie meets Technology

 

Tag 1: Von Kamera-Einstellungen bis Bildausschnitte

Wer das Ziel hat, Videos zu drehen und Fotos zu machen, muss erst einmal lernen, wie das funktioniert. Professor Martin Kreyßig hat den sieben Schülerinnen gemeinsam mit Robin Ritter und Sebastian Fick, beides Master-Studenten der “Medien- und Spielekonzeption”, die Basics am ersten Tag erklärt. “Nah rangehen. Details sind gut”, sagt Professor Martin Kreyßig beim Thema Bildausschnitte. Es folgen wildes Kamerageklicke, gestellte Posen, immer wieder Drehen an den Kamera-Knöpfen. Die Teilnehmerinnen probieren fleißig aus, stellen Fragen. “Wie wird der Vordergrund nochmal scharf und der Hintergrund unscharf?”, fragt die eine. “Was soll ich machen, damit das Bild heller wird?”, versucht die andere herauszufinden.

  • Sebastian erklärt Lisa den Umgang mit dem Tonaufnahmegerät Zoom. Foto: Movie meets Technology

Für die Schülerinnen war die Arbeit mit professioneller Technik, wie mit der Sony Alpha 7S, Neuland. Einige von ihnen haben eine eigene Spiegelreflexkamera Zuhause. Schülerin Lisa hat sich deshalb in der Feedback-Runde am ersten Tag gewünscht: “Ich nehme bei meiner Spiegelreflexkamera immer die Automatik-Einstellung. Ich würde hier gerne lernen, wie ich das richtig mache.” (Artikel: “Movies meets Technology: Projekttage gestartet!”)

Nachgefragt: So kam die Technik-Einführung an

“Es war sehr aufregend. Ich war noch nie für den Ton verantwortlich. Voll cool, das mal professioneller als mit dem eigenen Handy machen zu können. Das hat viel Spaß gemacht”, resümiert Schülerin Lea. Ihre Sitznachbarin  Sophie ergänzt: “Ich war erst eingeschüchtert mit der schweren, teuren, großen Technik zu arbeiten. Aber als man sie in der Hand hatte, hat mich sich total professionell gefühlt.”

Annika erzählt: “Professor Martin Kreyßig, Sebastian und Robin waren sehr freundlich und haben uns in kurzer Zeit sehr viele Infos vermittelt. Das war super interessant, hat uns sehr gut auf das Thema eingestimmt und für die Projekte motiviert. Ich habe mich so bisschen wie ein Student gefühlt.” Und auch Lisa hat die Einführung gut gefallen: “Am meisten habe ich mich darauf gefreut, mit der Technik anzufangen – Kameraführung und Tonaufnahmen, das war alles neu. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.”

Wie spaßig so eine Technik-Einführung sein kann, berichtet Annemarie: “Durch das Proben der Interviews kam es zu komischen Situationen, das gesamte Team ist sehr lustig.” Sie ergänzt: “Die Kamerabedienung und die einzelnen Einstellungen sind spannend. Außerdem haben wir bei den Interviews gelernt, dass man mit einer Auflockerungsfrage beginnt und W-Fragen stellt.”  Auch Kim gefällt das Team, durch dessen gute Atmosphäre sie besser lernen kann: “Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell, so gut verstehen. So war es einfach in die Technik reinzukommen und das alles auszuprobieren. Ich fand das Filmen der Interviews am besten.” Auch Alina fand das Filmen am besten und fügt hinzu: “Durch die einzelnen Aufgaben war es total interessant und wie spielerisches Lernen. Das hat viel Spaß gemacht und man hat es leichter verstanden.”

Ausblick auf die kommenden Tage

Die gelernte Technik haben die Schülerinnen heute im “Smart Automation”-Labor der Hochschule Harz angewendet. Sie haben dort Versuche durchgeführt und Input bekommen; das Ganze haben sie gefilmt und fotografiert. Aktuell sitzen sie – also an Tag 2 – am Sichten des Materials, dem Schneiden der Videos und dem bearbeiten der Bilder. Das Ergebnis dieses Tages präsentieren wir dir dann morgen hier auf dem Blog. Das weitere Programm findest du im Detail hier: “Programm 2018“.

Quelle Beitragsbild: “Movie meets Technology”

“Movie meets Technology”: Projekttage gestartet!

Vier Tage, sieben Schülerinnen und viele neue Erfahrungen: Das Projekt “Movie meets Technology” ist an der Hochschule Harz gestartet. Am Ende sollen die Teilnehmerinnen Videos drehen und bearbeiten, Situationen im Labor fotografieren und Interviews führen. Die Ergebnisse werden auf diesem Blog veröffentlicht, er begleitet täglich das gesamte Projekt. Die Forschungstage sind Teil der Aktion “SelectMINT”, die vor allem jungen Frauen für die MINT-Fächer begeistern soll. MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Lustige Gruppe: Begeisterung bei der Feedback-Runde. Foto: Robin Ritter

Vorfreude auf Videoschnitt und Foto-Bearbeitung

Wie funktioniert die Fotokamera? Wann werden Bilder scharf? Und was ist eigentlich ein “Rig”? Die Antworten bekamen die Schülerinnen am ersten Tag, ein genauer Artikel dazu folgt morgen (Artikel: “Tag 1: Von Kamera-Einstellungen bis Bildausschnitte”). Außerdem gab es eine Campusführung, einen ersten Blick in die Labore und ein gemeinsames Mensa-Essen. Das genaue Programm haben wir dir hier übersichtlich aufgelistet: “Programm 2018“.

“Ich möchte gerne Bilder bearbeiten und Videos schneiden können”, sagt Schülerin Sophie, mit nickender Zustimmung ihrer Kolleginnen, bei der Feedbackrunde am Ende des Tages. Lisa ergänzt: “Ich nehme bei meiner Spiegelreflexkamera immer die Automatik-Einstellung. Ich würde hier gerne lernen, wie ich das richtig mache.” Annemarie ist der Blick in die Zukunft wichtig: “Ich würde gerne neue Erfahrungen sammeln und rausfinden, ob ich das später beruflich machen möchte.”

Die Schülerinnen erzählen, wie ihnen der erste Tag gefallen hat. Foto: Robin Ritter

Resümee des ersten Tages

Lea und Lisa haben als Protagonistinnen vor der Videokamera als Übung rumgealbert – deshalb kam es schnell zum ersten Insider: “Lustige Lea”, meinten die Kolleginnen und sie reagierte wegen der typischen Alliteration: “Ich mache nicht bei ‘Bauer sucht Frau mit’, fand die heutigen Einblicke sehr spannend und gerade die Arbeit mit der Kamera ereignisreich.”

Annika ist eine Besonderheit aufgefallen: “Das Verhältnis zwischen den Mentoren hier und uns Schülerinnen ist so ganz anders als in der Schule. Wir sind hier auf einer Ebene. Das ist echt cool.” Sitznachbarin Kim fügt hinzu: “Die Atmosphäre ist sehr schön und locker, das Mitmachen und Ausprobieren macht viel Spaß.” Alina beendet die Feedback-Runde: Ich finde es schön, dass wir hier hinter die Kulissen schauen können und dass wir uns untereinander so gut verstehen.”

Quelle Beitragsbild: Tilo Sichler

Tag 5 – So fanden die Teilnehmerinnen die Woche

Nach fünf ereignisreichen Tagen neigt sich die Forschungswoche “Movie meets MINT” dem Ende entgegen. Abschließend berichten die 11 Teilnehmerinnen wie sie die Woche an der Hochschule Harz erlebt haben und welche Studienfächer am meisten Eindruck hinterließen.

Lisa: Was ist meine Meinung zu der Forschungswoche? Das ist eine gute Frage. Ehrlich gesagt bin ich froh, mich dazu entschieden zu haben, in den Herbstferien an dem Projekt “Movie meets MINT” teilzunehmen. Trotz des eher weniger schönen Wetters, wodurch jedoch weder die Stimmung noch die Laune negativ beeinflusst wurde, erlebte ich eine spannende Woche, die zum einen geprägt war von lehrreichen Einblicken in die Medieninformatik zum anderen von lustigen und interessanten Unterhaltungen. Ich habe viele neue Erfahrungen in Fotografie, Film und Ton erlangen können und verschiedene Menschen kennenlernen dürfen. Durch die Gespräche mit den Studierenden, die uns super die Woche über betreuten und einiges erklärten oder erzählten, wurde ich in meiner Studienwahl bestärkt, weshalb ich im nächsten Jahr vielleicht an die Hochschule Harz zurückkehren werde.

Theresa: Jeden Morgen um 7 Uhr aufstehen? Und das in der Ferienzeit? Hört sich nicht gerade verlockend an, oder? Hat es sich dennoch gelohnt, trotz Regenwetter in Wernigerode, aufzustehen? Auf jeden Fall! Allein die Diskussionen über das Einfrierverhalten von Brot, filmreife Stunts zum Bergen von Kameralinsenabdeckungen und das an uns ausgeteilte, umfangreiche HS Harz Merchandise haben diese Woche zu einem einmaligen Erlebnis gemacht, an das ich mich auf jeden Fall immer gerne zurückerinnern werde.

Thao: Nachdem ich fünf Tage an der Hochschule Harz verbracht hatte, kann ich nur sagen, dass es sich gelohnt hat, an der Forschungswoche “Movie meets Mint” teilzunehmen. In dieser Woche habe ich mehrere spannende und interessante Studiengänge besucht, wie z.B. Medieninformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Mediendesign. Nebenbei durfte ich mit einer professionellen Kamera filmen sowie mit einem Photoapparat tolle Fotos machen und diese selbst bearbeiten, erhielt aber auch Einblicke in das Studentenleben. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es eine tolle Woche war, die mir sehr viel Spaß gemacht hat und ich würde dieses Projekt auch weiterempfehlen.

Sophia: Ich fand die Woche wirklich cool und interessant, ich hatte in einigen Bereichen schon Erfahrungen, was es mir teilweise leichter machte. Trotzdem konnte ich noch vieles lernen. Ich weiß bisher noch nicht, ob ich mich wirklich für ein MINT-Fach entscheide, aber mir wurden auf jeden Fall einige Ängste und Bedenken genommen. Ich fand die Projektwoche definitiv sehr hilfreich und würde jedem empfehlen, an einer solchen teilzunehmen. Anhand des Blogs können nun auch andere Menschen an unseren Erfahrungen teilhaben und sich ein besseres Bild von einigen Dingen machen.

Peggy: Nach der sehr erlebnisreichen Woche an der Hochschule Harz, welche mit viel Spaß verbunden war, kann ich guten Gewissens sagen, dass es sich für mich gelohnt hat, am SelectMINT-Projekt teilzunehmen. Durch angeeignetes technisches Wissen und neue Herausforderungen, die wir alle bewältigen durften, weiß ich nun, dass ich definitiv  “irgendwas mit Medien” tun möchte. Die Arbeit mit der Kamera und die folgende Bearbeitung mithilfe des Schnittprogramms haben mir besonders viel Spaß bereitet. Durch die verschiedenen Einblicke sowohl in bestimmte Studiengänge als auch das Studentenleben an sich, kann ich mir nun das Leben an einer Hochschule sehr gut vorstellen kann.

  • Die Teilnehmerinnen geben Feedback zu ihrere Woche an der Hochschule Harz.

Chris: Viele verschiedene Eindrücke, viele verschiedene Projekte und vor allem viele verschiedene Bilder. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Hochschulleben kennen zu lernen und dabei alles zu dokumentieren. Ich persönlich habe mein Studium schon gewählt, aber ich kann jedem wirklich nur empfehlen, den Campus zu besichtigen, denn jeder mit Interesse an Informatik ist hier sehr gut aufgehoben. Danke an alle Professoren, Studenten, an die anderen Teilnehmerinnen und jeden, den ich hiermit vergessen habe, für wirklich lustige und auch aufschlussreiche Gespräche.

Franzi: “HS oder nicht HS?” – Das ist hier die Frage! Zuerst muss einmal gesagt sein, dass ich mit wenig Vorstellungen, was wir machen werden, zu diesem Projekt gekommen bin. Ich finde Naturwissenschaften im Allgemeinen spannend und wer mag schon keine Filme?! Das Filmen und Fotografieren an sich war sehr cool, jedoch war die Nachbearbeitung teilweise sehr mühselig und anstrengend. Für mich kam der MINT-Teil etwas zu kurz und ich wäre gern tiefer in die Materie gegangen (z.B. beim Programmieren). Zum Schluss kann man aber sagen, dass die Woche trotzdem sehr spaßig war. Man hat viele neue Menschen kennengelernt, Kontakte geknüpft und sich selbst in vielem ausprobieren können.

Julia: Interessierst du dich für Film, Technik und Umwelt, fragten sie. Hast du in den Herbstferien noch nichts vor, fragten sie. Die SelectMINT Forschungswoche an der HS Harz klang nach einer Erfahrung, die man nicht ausschlagen konnte, die es dann auch war: es machte mir unglaublich viel Spaß, mit dem gesamten Team Material für unseren eigenen Blog zu produzieren, sowohl Bild als auch Text. Studierende und Dozenten standen uns immer zu Seite und haben alles verständlich erklärt. In der Hochschule mit dem schönen Campus, dem leckeren Essen in der Mensa und den netten Leuten konnte man es – trotz des bescheidenen Herbstwetters – auf jeden Fall aushalten. Ich hätte mir die Zeit kaum schöner vorstellen können.

Alina: Die Woche hier in Wernigerode an der Hochschule Harz hat mir sehr viel Spaß gemacht. Theorie und praktisches Arbeiten haben sich so gut ergänzt, dass es nie langweilig wurde. Die Leute waren sehr nett und stets bemüht, nicht die Nerven zu verlieren, wenn wir zum zehnten Mal etwas gefragt haben. Besonders die Arbeit mit den Kameras und das Bauen der Roboter waren meine Highlights dieser Woche. Natürlich ist auch nicht zu vernachlässigen, dass die Gespräche untereinander manchmal so lustig waren, dass man schon anfangen musste mit weinen. Alles in allem kann ich es nur empfehlen, mal ein SelectMINT Projekt mitzumachen, da man nicht nur ein Einblick in die MINT-Fächer bekommt, sondern auch neue Freunde finden kann.

Amy: Zu Beginn der Woche hatte ich noch keine genauen Vorstellungen, was mich erwarten würde. Dennoch hat sich die Zeit an der Hochschule Harz sehr gelohnt, da ich viele neue Erfahrungen im Bereich Schnitt und Bildbearbeitung, welche mich am meisten interessiert haben, sammeln konnte.

Lena: Ich persönlich fand die Woche sehr interessant, und vor allem die zusätzliche Betreuung durch die Studenten selbst hat mir gut gefallen. Schade war, dass die Organisation ein bisschen durcheinander geraten ist, und nicht wirklich abgesprochen war, welche Fächer im Schwerpunkt liegen sollen. Besonders Spaß gemacht hat mir das Experimentieren, Roboter bauen und Schneiden von Videos, auch wenn der Schnitt teilweise sehr nervenraubend war. In dieser Woche habe ich gelernt, wie viel Arbeit eigentlich hinter Filmen steckt, mit Foto- und Videokameras umzugehen, sowie die spätere Bearbeitung der Bilder. Für mich ist aber auch klar geworden, dass meine Interessen mehr im Bereich der Informatik und Automatisierungstechnik liegen als bei den Medien. Trotzdem war es eine schöne Zeit und hat mir sehr geholfen, auch wenn ich es selbst nicht unbedingt wieder machen würde,  kann ich mir jedoch vorstellen, dass es für viele andere Schülerinnen gut geeignet ist.

Tag 4 – Interviews: MINT – ein Männer-Ding?

81 Prozent der Forscher in deutschen Unternehmen sind männlich – das hat eine Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft in 2015 herausgefunden. Demnach sind die MINT-Berufe immer noch von Männern dominiert.

Prof. Dr. Louisa Klemmer (Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Harz):

Der Frauenanteil in Forschung, Lehre und auf vielen wissenschaftlichen Qualifikationsebenen ist deutschlandweit weiterhin unterrepräsentiert. Auch im Land Sachsen-Anhalt lässt sich diese Ausprägung beobachten.

Mathematik und Naturwissenschaften haben laut der Organisation “Komm mach Mint” in 2014 etwa 64.500 Frauen und 102.600 Männer als Studienfach begonnen. Allerdings steigt die Zahl von Frauen in den technischen Berufen laut des Statistischen Bundesamtes an.

Prof. Dr. Louisa Klemmer:

Mädchen/Frauen und Jungen/Männer wählen – nicht zuletzt auf der Basis von traditionellen Geschlechterrollen – (zum Teil) noch immer unterschiedliche Berufsfelder bzw. Studienrichtungen.

Bezogen auf die Gleichstellungsarbeit bedeutet dies insbesondere, die Teilhabe von Frauen auf allen Ebenen weiterhin zu unterstützen und auszubauen. Nach wie vor gibt es zu wenige Frauen auf einzelnen Karrierestufen und / oder in bestimmt Fächern sowie in Gremien und in Führungspositionen in der Wissenschaft.

Daher verstehe ich die Gleichstellungsarbeit als einen Abbau von Benachteiligung die eine gleiche Teilhabe ermöglicht. Sprich Minderheiten mit gleichen Chancen auszustatten, strukturelle Missstände zu analysieren und aufzeigen, dann den Anstoß zur Veränderungen zu geben.

Die beiden Studentinnen Claudia Hellwig und Sandy Oerthmann (Bild rechts) von der Hochschule Harz sprechen über ihre Motivation, sich in das männerdominierte MINT-Feld zu begeben und wie sie dort den Unterschied zwischen Mann und Frau wahrnehmen.

Tag 3 und 4 – Octocopter und Lego-Roboter

Octocopter-Flug und Roboter-Bau aus Lego – die elf Schülerinnen experimentierten an Tag drei und vier mit den beiden mobilen Systemen. Sophia und Chris berichten aus ihrer Sicht.

Octocopter: Flug durch die Turnhalle

Nachdem wir an unserem Blog gearbeitet und zusammen Mittag gegessen hatten, gingen wir am dritten Tag mit unserem Foto- und Kameraequipment in das Labor für mobile Systeme. Dort lernten wir Prof. Dr. Frieder Stolzenburg, der uns Einblicke in das Studium der Informatik gab, kennen. Die Studentinnen Frau Richter und Frau Oehrtmann unterstützen ihn und führten uns Octocopter und einige Roboter vor. Wir spürten ihr Interesse an den Fachgebieten, ebenso ihre Leidenschaft für die jeweiligen Projekte.

  • Der Octocopter.

Im Bereich der KI (Künstliche Intelligenz) zeigte uns der Professor einige Praxisbeispiele zur Anwendung von Octocoptern. Diese sollen Tätigkeiten, die bisher von Menschen unter teilweise gefährlichen Umständen durchgeführt werden, erleichtern. So benutzt man ihn zum Beispiel bei der Wartung von Windrädern.

Mehr zu den Kopter-Flügen
Der “InspektoKopter” ist ein Flugroboter, der die optische Außeninspektion von Windenergieanlagen übernehmen soll. Dadurch wird die manuelle Prüfung teilweise ersetzt.

Professor Dr. Frieder Stolzenburg hat auf Youtube ebenfalls einen Multikopter-Flug über die Hochschule Harz veröffentlicht.

Der Octocopter arbeitet mit acht sich jeweils abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen drehenden Rotorblättern, Akku, Gehäuse und sogar GPS. Auch eine Kamera ist angebracht. Steuern kann man ihn durch eine Fernbedienung, doch auch ein autonomer Flug ist möglich.

Nach dem Vortrag gingen wir aufgrund schlechter Witterungsbedingungen in die Turnhalle und Frau Richter ließ einen Octocopter fliegen. Er wirbelte eine Menge Luft auf, sodass er sich selbst aus dem Gleichgewicht brachte. Trotzdem blieb er größtenteils in der richtigen Bahn und filmte das Geschehen mehr oder weniger gut. Es war beeindruckend zu sehen, wie das Flugobjekt durch die Luft glitt. Man zeigte uns damit, wie wichtig es ist, an Projekten wie diesem zu arbeiten und die Technik weiterzuentwickeln, da es viele Bereiche gibt, in dem sie den Arbeitsalltag leichter und vor allem sicherer machen können.

Lego-Roboter: Vom Spielen zur Funktion

Wer hat in seiner Kindheit nicht mit Lego gespielt, Häuser und Fahrzeuge gebaut und dann stolz vorgeführt, was erschaffen wurde? Also wir auf jeden Fall, weshalb wir uns sehr gefreut haben, Lego-Roboter (Legomindstorm NXT) zu bauen, um ein autonomes Wesen zu kreieren. Unser vierter Tag begann wieder im Labor für mobile Systeme, diesmal mit Frau Oehrtmann. Als wir den Raum betraten, fanden wir auf dem Tisch direkt hinter dem Eingang bereits Boxen mit Legosteinen vor. Wir fühlten uns fast wieder in unsere Kindheit versetzt – Endlich wieder basteln und bauen! Frau Oehrtmann darf das sogar beruflich.

  • Frau Oehrtmann präsentiert ein Buch über Roboter.

Während die anderen Teilnehmerinnen mit dem Bauen der Roboter beschäftigt waren, hatten vier von uns eine andere Aufgabe. Für den Blog machten wir Aufnahmen. Es war spannend zu beobachten, wie alle über den Bauanleitungen saßen und nach und nach die Roboter entstanden. Es kristallisierte sich schnell heraus, wer damit nicht das erste Mal gearbeitet hat, denn nicht alle hatten das gleiche Tempo, was das Ganze noch interessanter machte.

Diejenigen, die zuerst fertig waren, halfen den Anderen und bemerkten, dass etwas mit dem Programm nicht stimmten konnten. So schnell, wie das Problem erkannt wurde, konnte Frau Oehrtmann es auch wieder lösen. Nachdem alle ihre Roboter fertig gestellt hatten, wurden wir zum absoluten Kind, als wir unsere Meisterwerke in Action erleben durften.

Mehr zum Roboter-Bau
Chris: Ich war beim Bau dabei. Mein Roboter (McRobo hieß er) bestand wie alle anderen zuerst einmal aus vielen kleinen Teil und einem Plan. Der Aufbau war relativ leicht, da ich Ähnliches aus meiner Kindheit kannte. Was neu dazukam, waren die Kabel und das “Gehirn” der Roboter. Das Programmieren wurde schon für uns erledigt, sodass wir schnell fertig waren und schlussendlich für Fotos posieren mussten. Ich muss sagen, dass es mir unendlich viel Spaß machte, diese kleinen Bauteile zum Leben zu erwecken. Ich würde es gerne noch einmal machen, diesmal allerdings mit eigenem Programm. Ich kann es nur empfehlen.

Sie rollten so niedlich über den Boden, wichen einander und jeglichen anderen Hindernissen aus und schauten uns so liebevoll mit ihren Sensorenaugen an, dass wir uns direkt in sie verliebten und Muttergefühle entwickelten. Jede von uns erkannte immer sofort ihren Schützling. Nach einigen Aufnahmen kam dann jedoch der Moment der Trennung. Wir verabschiedeten uns von unseren Lieblingen und bauten sie wieder auseinander. Es floss zwar keine Träne, aber wir sind sicher, dass die neuen Mütter innerlich zerbrachen.

(Sophia und Chris)

 

Tag 2 – So verliefen die Experimente im Labor

Belebter Schlamm, bunte Flüssigkeiten und eine sterile Umgebung – am nächsten Tag der Forschungswoche standen für die Schülerinnen drei Experimente im Umwelttechniklabor auf dem Plan. Teilnehmerin Julia (Foto) erzählt von ihren Erfahrungen bei den einzelnen Versuchen.

Experiment 1: Tierchen im Schlamm

Am zweiten Forschungstag um 9 Uhr ging es in das uns schon bekannte Labor. Mithilfe von Frau Gerlach konnten wir Belebtschlamm mikroskopieren. Was auf den ersten Blick wie ein wildes Durcheinander schien, stellte sich als Lebensraum einer Vielzahl unterschiedlichster Mikroorganismen heraus, darunter zum Beispiel Wimperntierchen und Bärtierchen. Diese niedlichen Kleinstlebewesen schwommen mal eben vor deinem Auge vorbei. Diese Beobachtungen haben mir großen Spaß gemacht. Es stellte sich letztendlich heraus, dass es sich um einen gut funktionierenden Schlamm handelte.

  • Die Teilnehmerinnen schauen sich den belebten Schlamm im Mikroskop an.

Experiment 2: Temperatur in Kläranlagen

Sollte man Kläranlagen beheizen? Beim nächsten Versuch haben wir mit Prof. Dr. Heilmann ein Belüftungsbecken einer solchen Anlage nachempfunden, in dem aerobe Kleinstlebewesen organische Verunreinigungen des Abwassers abbauen. Danach haben wir beobachtet, was in Abhängigkeit von der Temperatur passiert. An zwei großen Gläsern mit braunem, unterschiedlich warmen Wasser haben wir in regelmäßigen Zeitabständen die Sauerstoffsättigung gemessen – aber erst nachdem die Sauerstoffzufuhr unterbunden war. Schlussfolgerung: Das Erwärmen der Flüssigkeit führt zur Beschleunigung der Atmung der Organismen, woraufhin der schneller abnehmende Sauerstoffanteil beim wärmeren Wasser deutet. Kläranlagen sollte man deshalb trotzdem nicht heizen, da der Energieaufwand dafür zu hoch ist. Wie es sich bei Biogasanlagen verhält könnt ihr im Video sehen.

  • Versuchsaufbau mit Klärschlamm.

Experiment 3: Daten im Vergleich

Das letzte Experiment sollte uns die Häufigkeit von Fehlern bei der Erhebung von Messdaten aufzeigen. Ich selbst durfte den Nitratgehalt von einer eingefärbten Teichprobe und der Standardlösung bestimmen und vergleichen. Auch wenn das genauere chemische Verständnis dabei manchmal noch gefehlt hat, waren die einzelnen Messungen sehr spannend. Die Werte wichen wirklich oft voneinander ab. Grund sind zum Beispiel ungenaues Arbeiten bei der Probenentnahme, dem Abmessen sowie unsaubere Behälter und Sonden. Ich hab währenddessen auch coole Fotos geschossen und durfte die Anmoderation für die dabei entstandenen Videos machen.

  • Ermittlung der Nitratwerte durch einfärben der Probe.

(Julia)

Tag 2 – Einblicke: Erste Schritte im Editing

Bilder bearbeiten, Videos schneiden und erstellen – diese Aufgaben aus dem Editing-Bereich, welche auch Bestandteile des Studiums der Medieninformatik (B.Sc.) und der Medien- und Spielekonzeption (M.A.) sind, hatten die Teilnehmerinnen der SelectMINT-Woche am zweiten Tag. Dabei machten sie ihre ersten Erfahrungen mit Photoshop, Premiere und After Effects. Franzi, Sophia und Chris berichten.

Photoshop: “Bilder Perfektionieren”

Nachdem wir die Experimente durchgeführt und das Mittagessen zu uns genommen hatten, durchforsteten wir die geschossenen Fotos und fesselnden Videos. Wir suchten nach den besten Bildern, während die Anderen fleißig die Filme schnitten. Zur Bearbeitung benutzten wir nach einer kurzen Einführung Photoshop.

Franzi: Ich selbst habe bereits während eines Praktikums mit Photoshop gearbeitet, jedoch designte ich dort mit Hilfe eines Tablets selbst. So habe ich hier einen Einblick in die Bearbeitung von richtigen Fotos bekommen. Von der Veränderung der Belichtung bis zur Farbanpassung konnten wir die Bilder perfektionieren. Mir hat es ziemlich Spaß gemacht, sich mit dem Programm auseinanderzusetzen.

Sophia: Mit Photoshop hatte ich noch keine Erfahrung. Deswegen entschied ich mich dafür, die Bilder zu bearbeiten und nicht die Filme zu schneiden. Anfangs fand ich es sehr verwirrend, da wir uns viele Dinge in kürzester Zeit merken mussten. Nach und nach hatte ich den Dreh aber raus, doch brauchte ich trotzdem noch länger als die Anderen, um die Bilder zu photoshopen. An sich fand ich es aber interessant und war stolz auf die Ergebnisse, die sogar veröffentlicht wurden.

  • Die Texte für den Blog werden von einer Teilnehmerin verfasst.

Premiere: DAS SPIEL MIT SCHNITT & BLENDEN

Chris: Ich schätze jeder hat schon einmal einen Film gesehen und gedacht “Wahnsinn, wie bekommen die das hin?”. So ging es mir auch. Zwar habe ich schon beim Schneiden zugesehen, aber eine wirkliche Idee, wie es wohl sein würde, entstand dabei nie. Die Einführung in das Programm (Adobe Premiere) dauerte durch die berühmten “technischen Schwierigkeiten” etwas länger, aber nachdem alles bereit stand, fing ich an, mich in die Welt der Videobearbeitung hineinzufinden.

Ich wusste, dass es Zeit braucht, und jetzt, da ich es ausprobieren durfte, kann ich nur sagen: Ja! Es braucht Zeit. Viel Zeit. Aber es macht eben auch genauso viel Spaß. Man spielt mit Schnitten, Blenden, Ton- und Videospuren und lernt, die Realität noch attraktiver zu gestalten. Das Programm an sich bot uns vielseitige Möglichkeiten und war übersichtlicher, als andere, die ich bereits bei Freunden gesehen hatte. Zumindest kann ich von mir behaupten, dass ich recht gut damit arbeiten konnte.

Was man allerdings dazusagen muss, ist, dass dir das Videomaterial irgendwann aus dem Hals hängt, weil du es immer und immer und – ja richtig – immer wieder ansehen musst, während du nach der perfekten Schnittstelle suchst, die oftmals zwischen einem Satzende und dem nächsten, flüssig übergleitenden “Und…” lag.

Es war schon sehr nervenraubend, wenn jemand weder Punkt noch Komma kannte. Dennoch haben wir das Beste aus dem uns zur Verfügung Stehenden gemacht. Schlussendlich entstand ein Video, das sich sehen lassen kann und auf das wir ziemlich stolz sind. Natürlich fehlt noch einiges, wenn man einen Kinofilm anstrebt, aber unser Interesse ist geweckt, wir hatten eine Menge Spaß und ich kann jedem nur empfehlen, sich mal am Schnitt zu versuchen – es lohnt sich.

After Effects: Stopmotionfilm erstellen

Franzi: Nach der Einführung in “Mobile Systeme” haben wir uns mit dem Zusammenbau eines Lego-Roboters auseinander gesetzt. Mithilfe von Anleitungen, die sehr an die von IKEA erinnern, haben wir los gebastelt. Den ganzen Prozess kann man unterschiedlich festhalten. Wir entschieden uns einen Stopmotionfilm zu machen. Das bedeutet, dass durch das Aneinanderreihen einzelner Bilder, eine Bewegung erzeugt wird.

Nachdem die Aufnahmen für uns gemacht wurden, haben wir am Nachmittag angefangen, die Sequenzen aneinander zu schneiden. Mühselig haben wir uns zu zweit durch das Programm geklickt. Gefühlte Ewigkeiten verbrachten wir damit, den gleichen Prozess für alle 60 Bilder zu wiederholen. Nach der genauen Überlegung, der perfekten Länge und mehrmaligem Rendern, wurden wir endlich fertig.

(Franzi, Sophia, Chris)

Start der “Movie meets MINT”-Woche

Filmen, schneiden und fotografieren: Seit Montag sind elf Schülerinnern in den Laboren und Studios der Hochschule Harz unterwegs. Gemeinsam mit den Professoren Dr. Andrea Heilmann, Dr. Frieder Stolzenburg, Daniel Ackermann und Martin Kreyßig, ebenso mit Studierenden, zeichnen sie mit der Videokamera ihre Projekte auf, fotografieren das Erlebte und verfassen anschließend einen Blog-Eintrag darüber. Die Forschungswoche ist Teil der Aktion “SelectMINT”, die vor allem jungen Frauen für die MINT-Fächer begeistern soll.

Bis Freitag (14. Oktober) stehen sowohl Technik-Einführungen, als auch praktische Umsetzungen mit Videokamera, Fotoapparat und Ton auf dem Programm. Nach ihrer Begrüßung an der Hochschule, durften sich die Teilnehmerinnen, die maßgeblich für diesen Blog verantwortlich sind, in der Kategorie “Über uns” vorstellen. Die einzelnen Tage und Ergebnisse werden auf diesem Blog ebenfalls nach und nach veröffentlicht.

(Johanna Daher)