Tag 5 – So fanden die Teilnehmerinnen die Woche

Nach fünf ereignisreichen Tagen neigt sich die Forschungswoche “Movie meets MINT” dem Ende entgegen. Abschließend berichten die 11 Teilnehmerinnen wie sie die Woche an der Hochschule Harz erlebt haben und welche Studienfächer am meisten Eindruck hinterließen.

Lisa: Was ist meine Meinung zu der Forschungswoche? Das ist eine gute Frage. Ehrlich gesagt bin ich froh, mich dazu entschieden zu haben, in den Herbstferien an dem Projekt “Movie meets MINT” teilzunehmen. Trotz des eher weniger schönen Wetters, wodurch jedoch weder die Stimmung noch die Laune negativ beeinflusst wurde, erlebte ich eine spannende Woche, die zum einen geprägt war von lehrreichen Einblicken in die Medieninformatik zum anderen von lustigen und interessanten Unterhaltungen. Ich habe viele neue Erfahrungen in Fotografie, Film und Ton erlangen können und verschiedene Menschen kennenlernen dürfen. Durch die Gespräche mit den Studierenden, die uns super die Woche über betreuten und einiges erklärten oder erzählten, wurde ich in meiner Studienwahl bestärkt, weshalb ich im nächsten Jahr vielleicht an die Hochschule Harz zurückkehren werde.

Theresa: Jeden Morgen um 7 Uhr aufstehen? Und das in der Ferienzeit? Hört sich nicht gerade verlockend an, oder? Hat es sich dennoch gelohnt, trotz Regenwetter in Wernigerode, aufzustehen? Auf jeden Fall! Allein die Diskussionen über das Einfrierverhalten von Brot, filmreife Stunts zum Bergen von Kameralinsenabdeckungen und das an uns ausgeteilte, umfangreiche HS Harz Merchandise haben diese Woche zu einem einmaligen Erlebnis gemacht, an das ich mich auf jeden Fall immer gerne zurückerinnern werde.

Thao: Nachdem ich fünf Tage an der Hochschule Harz verbracht hatte, kann ich nur sagen, dass es sich gelohnt hat, an der Forschungswoche “Movie meets Mint” teilzunehmen. In dieser Woche habe ich mehrere spannende und interessante Studiengänge besucht, wie z.B. Medieninformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Mediendesign. Nebenbei durfte ich mit einer professionellen Kamera filmen sowie mit einem Photoapparat tolle Fotos machen und diese selbst bearbeiten, erhielt aber auch Einblicke in das Studentenleben. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es eine tolle Woche war, die mir sehr viel Spaß gemacht hat und ich würde dieses Projekt auch weiterempfehlen.

Sophia: Ich fand die Woche wirklich cool und interessant, ich hatte in einigen Bereichen schon Erfahrungen, was es mir teilweise leichter machte. Trotzdem konnte ich noch vieles lernen. Ich weiß bisher noch nicht, ob ich mich wirklich für ein MINT-Fach entscheide, aber mir wurden auf jeden Fall einige Ängste und Bedenken genommen. Ich fand die Projektwoche definitiv sehr hilfreich und würde jedem empfehlen, an einer solchen teilzunehmen. Anhand des Blogs können nun auch andere Menschen an unseren Erfahrungen teilhaben und sich ein besseres Bild von einigen Dingen machen.

Peggy: Nach der sehr erlebnisreichen Woche an der Hochschule Harz, welche mit viel Spaß verbunden war, kann ich guten Gewissens sagen, dass es sich für mich gelohnt hat, am SelectMINT-Projekt teilzunehmen. Durch angeeignetes technisches Wissen und neue Herausforderungen, die wir alle bewältigen durften, weiß ich nun, dass ich definitiv  “irgendwas mit Medien” tun möchte. Die Arbeit mit der Kamera und die folgende Bearbeitung mithilfe des Schnittprogramms haben mir besonders viel Spaß bereitet. Durch die verschiedenen Einblicke sowohl in bestimmte Studiengänge als auch das Studentenleben an sich, kann ich mir nun das Leben an einer Hochschule sehr gut vorstellen kann.

  • Die Teilnehmerinnen geben Feedback zu ihrere Woche an der Hochschule Harz.

Chris: Viele verschiedene Eindrücke, viele verschiedene Projekte und vor allem viele verschiedene Bilder. Es hat wirklich Spaß gemacht, das Hochschulleben kennen zu lernen und dabei alles zu dokumentieren. Ich persönlich habe mein Studium schon gewählt, aber ich kann jedem wirklich nur empfehlen, den Campus zu besichtigen, denn jeder mit Interesse an Informatik ist hier sehr gut aufgehoben. Danke an alle Professoren, Studenten, an die anderen Teilnehmerinnen und jeden, den ich hiermit vergessen habe, für wirklich lustige und auch aufschlussreiche Gespräche.

Franzi: “HS oder nicht HS?” – Das ist hier die Frage! Zuerst muss einmal gesagt sein, dass ich mit wenig Vorstellungen, was wir machen werden, zu diesem Projekt gekommen bin. Ich finde Naturwissenschaften im Allgemeinen spannend und wer mag schon keine Filme?! Das Filmen und Fotografieren an sich war sehr cool, jedoch war die Nachbearbeitung teilweise sehr mühselig und anstrengend. Für mich kam der MINT-Teil etwas zu kurz und ich wäre gern tiefer in die Materie gegangen (z.B. beim Programmieren). Zum Schluss kann man aber sagen, dass die Woche trotzdem sehr spaßig war. Man hat viele neue Menschen kennengelernt, Kontakte geknüpft und sich selbst in vielem ausprobieren können.

Julia: Interessierst du dich für Film, Technik und Umwelt, fragten sie. Hast du in den Herbstferien noch nichts vor, fragten sie. Die SelectMINT Forschungswoche an der HS Harz klang nach einer Erfahrung, die man nicht ausschlagen konnte, die es dann auch war: es machte mir unglaublich viel Spaß, mit dem gesamten Team Material für unseren eigenen Blog zu produzieren, sowohl Bild als auch Text. Studierende und Dozenten standen uns immer zu Seite und haben alles verständlich erklärt. In der Hochschule mit dem schönen Campus, dem leckeren Essen in der Mensa und den netten Leuten konnte man es – trotz des bescheidenen Herbstwetters – auf jeden Fall aushalten. Ich hätte mir die Zeit kaum schöner vorstellen können.

Alina: Die Woche hier in Wernigerode an der Hochschule Harz hat mir sehr viel Spaß gemacht. Theorie und praktisches Arbeiten haben sich so gut ergänzt, dass es nie langweilig wurde. Die Leute waren sehr nett und stets bemüht, nicht die Nerven zu verlieren, wenn wir zum zehnten Mal etwas gefragt haben. Besonders die Arbeit mit den Kameras und das Bauen der Roboter waren meine Highlights dieser Woche. Natürlich ist auch nicht zu vernachlässigen, dass die Gespräche untereinander manchmal so lustig waren, dass man schon anfangen musste mit weinen. Alles in allem kann ich es nur empfehlen, mal ein SelectMINT Projekt mitzumachen, da man nicht nur ein Einblick in die MINT-Fächer bekommt, sondern auch neue Freunde finden kann.

Amy: Zu Beginn der Woche hatte ich noch keine genauen Vorstellungen, was mich erwarten würde. Dennoch hat sich die Zeit an der Hochschule Harz sehr gelohnt, da ich viele neue Erfahrungen im Bereich Schnitt und Bildbearbeitung, welche mich am meisten interessiert haben, sammeln konnte.

Lena: Ich persönlich fand die Woche sehr interessant, und vor allem die zusätzliche Betreuung durch die Studenten selbst hat mir gut gefallen. Schade war, dass die Organisation ein bisschen durcheinander geraten ist, und nicht wirklich abgesprochen war, welche Fächer im Schwerpunkt liegen sollen. Besonders Spaß gemacht hat mir das Experimentieren, Roboter bauen und Schneiden von Videos, auch wenn der Schnitt teilweise sehr nervenraubend war. In dieser Woche habe ich gelernt, wie viel Arbeit eigentlich hinter Filmen steckt, mit Foto- und Videokameras umzugehen, sowie die spätere Bearbeitung der Bilder. Für mich ist aber auch klar geworden, dass meine Interessen mehr im Bereich der Informatik und Automatisierungstechnik liegen als bei den Medien. Trotzdem war es eine schöne Zeit und hat mir sehr geholfen, auch wenn ich es selbst nicht unbedingt wieder machen würde,  kann ich mir jedoch vorstellen, dass es für viele andere Schülerinnen gut geeignet ist.

Tag 4 – Interviews: MINT – ein Männer-Ding?

81 Prozent der Forscher in deutschen Unternehmen sind männlich – das hat eine Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft in 2015 herausgefunden. Demnach sind die MINT-Berufe immer noch von Männern dominiert.

Prof. Dr. Louisa Klemmer (Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Harz):

Der Frauenanteil in Forschung, Lehre und auf vielen wissenschaftlichen Qualifikationsebenen ist deutschlandweit weiterhin unterrepräsentiert. Auch im Land Sachsen-Anhalt lässt sich diese Ausprägung beobachten.

Mathematik und Naturwissenschaften haben laut der Organisation “Komm mach Mint” in 2014 etwa 64.500 Frauen und 102.600 Männer als Studienfach begonnen. Allerdings steigt die Zahl von Frauen in den technischen Berufen laut des Statistischen Bundesamtes an.

Prof. Dr. Louisa Klemmer:

Mädchen/Frauen und Jungen/Männer wählen – nicht zuletzt auf der Basis von traditionellen Geschlechterrollen – (zum Teil) noch immer unterschiedliche Berufsfelder bzw. Studienrichtungen.

Bezogen auf die Gleichstellungsarbeit bedeutet dies insbesondere, die Teilhabe von Frauen auf allen Ebenen weiterhin zu unterstützen und auszubauen. Nach wie vor gibt es zu wenige Frauen auf einzelnen Karrierestufen und / oder in bestimmt Fächern sowie in Gremien und in Führungspositionen in der Wissenschaft.

Daher verstehe ich die Gleichstellungsarbeit als einen Abbau von Benachteiligung die eine gleiche Teilhabe ermöglicht. Sprich Minderheiten mit gleichen Chancen auszustatten, strukturelle Missstände zu analysieren und aufzeigen, dann den Anstoß zur Veränderungen zu geben.

Die beiden Studentinnen Claudia Hellwig und Sandy Oerthmann (Bild rechts) von der Hochschule Harz sprechen über ihre Motivation, sich in das männerdominierte MINT-Feld zu begeben und wie sie dort den Unterschied zwischen Mann und Frau wahrnehmen.

Tag 3 und 4 – Octocopter und Lego-Roboter

Octocopter-Flug und Roboter-Bau aus Lego – die elf Schülerinnen experimentierten an Tag drei und vier mit den beiden mobilen Systemen. Sophia und Chris berichten aus ihrer Sicht.

Octocopter: Flug durch die Turnhalle

Nachdem wir an unserem Blog gearbeitet und zusammen Mittag gegessen hatten, gingen wir am dritten Tag mit unserem Foto- und Kameraequipment in das Labor für mobile Systeme. Dort lernten wir Prof. Dr. Frieder Stolzenburg, der uns Einblicke in das Studium der Informatik gab, kennen. Die Studentinnen Frau Richter und Frau Oehrtmann unterstützen ihn und führten uns Octocopter und einige Roboter vor. Wir spürten ihr Interesse an den Fachgebieten, ebenso ihre Leidenschaft für die jeweiligen Projekte.

  • Der Octocopter.

Im Bereich der KI (Künstliche Intelligenz) zeigte uns der Professor einige Praxisbeispiele zur Anwendung von Octocoptern. Diese sollen Tätigkeiten, die bisher von Menschen unter teilweise gefährlichen Umständen durchgeführt werden, erleichtern. So benutzt man ihn zum Beispiel bei der Wartung von Windrädern.

Mehr zu den Kopter-Flügen

Der Octocopter arbeitet mit acht sich jeweils abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen drehenden Rotorblättern, Akku, Gehäuse und sogar GPS. Auch eine Kamera ist angebracht. Steuern kann man ihn durch eine Fernbedienung, doch auch ein autonomer Flug ist möglich.

Nach dem Vortrag gingen wir aufgrund schlechter Witterungsbedingungen in die Turnhalle und Frau Richter ließ einen Octocopter fliegen. Er wirbelte eine Menge Luft auf, sodass er sich selbst aus dem Gleichgewicht brachte. Trotzdem blieb er größtenteils in der richtigen Bahn und filmte das Geschehen mehr oder weniger gut. Es war beeindruckend zu sehen, wie das Flugobjekt durch die Luft glitt. Man zeigte uns damit, wie wichtig es ist, an Projekten wie diesem zu arbeiten und die Technik weiterzuentwickeln, da es viele Bereiche gibt, in dem sie den Arbeitsalltag leichter und vor allem sicherer machen können.

Lego-Roboter: Vom Spielen zur Funktion

Wer hat in seiner Kindheit nicht mit Lego gespielt, Häuser und Fahrzeuge gebaut und dann stolz vorgeführt, was erschaffen wurde? Also wir auf jeden Fall, weshalb wir uns sehr gefreut haben, Lego-Roboter (Legomindstorm NXT) zu bauen, um ein autonomes Wesen zu kreieren. Unser vierter Tag begann wieder im Labor für mobile Systeme, diesmal mit Frau Oehrtmann. Als wir den Raum betraten, fanden wir auf dem Tisch direkt hinter dem Eingang bereits Boxen mit Legosteinen vor. Wir fühlten uns fast wieder in unsere Kindheit versetzt – Endlich wieder basteln und bauen! Frau Oehrtmann darf das sogar beruflich.

  • Frau Oehrtmann präsentiert ein Buch über Roboter.

Während die anderen Teilnehmerinnen mit dem Bauen der Roboter beschäftigt waren, hatten vier von uns eine andere Aufgabe. Für den Blog machten wir Aufnahmen. Es war spannend zu beobachten, wie alle über den Bauanleitungen saßen und nach und nach die Roboter entstanden. Es kristallisierte sich schnell heraus, wer damit nicht das erste Mal gearbeitet hat, denn nicht alle hatten das gleiche Tempo, was das Ganze noch interessanter machte.

Diejenigen, die zuerst fertig waren, halfen den Anderen und bemerkten, dass etwas mit dem Programm nicht stimmten konnten. So schnell, wie das Problem erkannt wurde, konnte Frau Oehrtmann es auch wieder lösen. Nachdem alle ihre Roboter fertig gestellt hatten, wurden wir zum absoluten Kind, als wir unsere Meisterwerke in Action erleben durften.

Mehr zum Roboter-Bau

Sie rollten so niedlich über den Boden, wichen einander und jeglichen anderen Hindernissen aus und schauten uns so liebevoll mit ihren Sensorenaugen an, dass wir uns direkt in sie verliebten und Muttergefühle entwickelten. Jede von uns erkannte immer sofort ihren Schützling. Nach einigen Aufnahmen kam dann jedoch der Moment der Trennung. Wir verabschiedeten uns von unseren Lieblingen und bauten sie wieder auseinander. Es floss zwar keine Träne, aber wir sind sicher, dass die neuen Mütter innerlich zerbrachen.

(Sophia und Chris)

 

Tag 2 – So verliefen die Experimente im Labor

Belebter Schlamm, bunte Flüssigkeiten und eine sterile Umgebung – am nächsten Tag der Forschungswoche standen für die Schülerinnen drei Experimente im Umwelttechniklabor auf dem Plan. Teilnehmerin Julia (Foto) erzählt von ihren Erfahrungen bei den einzelnen Versuchen.

Experiment 1: Tierchen im Schlamm

Am zweiten Forschungstag um 9 Uhr ging es in das uns schon bekannte Labor. Mithilfe von Frau Gerlach konnten wir Belebtschlamm mikroskopieren. Was auf den ersten Blick wie ein wildes Durcheinander schien, stellte sich als Lebensraum einer Vielzahl unterschiedlichster Mikroorganismen heraus, darunter zum Beispiel Wimperntierchen und Bärtierchen. Diese niedlichen Kleinstlebewesen schwommen mal eben vor deinem Auge vorbei. Diese Beobachtungen haben mir großen Spaß gemacht. Es stellte sich letztendlich heraus, dass es sich um einen gut funktionierenden Schlamm handelte.

  • Die Teilnehmerinnen schauen sich den belebten Schlamm im Mikroskop an.

Experiment 2: Temperatur in Kläranlagen

Sollte man Kläranlagen beheizen? Beim nächsten Versuch haben wir mit Prof. Dr. Heilmann ein Belüftungsbecken einer solchen Anlage nachempfunden, in dem aerobe Kleinstlebewesen organische Verunreinigungen des Abwassers abbauen. Danach haben wir beobachtet, was in Abhängigkeit von der Temperatur passiert. An zwei großen Gläsern mit braunem, unterschiedlich warmen Wasser haben wir in regelmäßigen Zeitabständen die Sauerstoffsättigung gemessen – aber erst nachdem die Sauerstoffzufuhr unterbunden war. Schlussfolgerung: Das Erwärmen der Flüssigkeit führt zur Beschleunigung der Atmung der Organismen, woraufhin der schneller abnehmende Sauerstoffanteil beim wärmeren Wasser deutet. Kläranlagen sollte man deshalb trotzdem nicht heizen, da der Energieaufwand dafür zu hoch ist. Wie es sich bei Biogasanlagen verhält könnt ihr im Video sehen.

  • Versuchsaufbau mit Klärschlamm.

Experiment 3: Daten im Vergleich

Das letzte Experiment sollte uns die Häufigkeit von Fehlern bei der Erhebung von Messdaten aufzeigen. Ich selbst durfte den Nitratgehalt von einer eingefärbten Teichprobe und der Standardlösung bestimmen und vergleichen. Auch wenn das genauere chemische Verständnis dabei manchmal noch gefehlt hat, waren die einzelnen Messungen sehr spannend. Die Werte wichen wirklich oft voneinander ab. Grund sind zum Beispiel ungenaues Arbeiten bei der Probenentnahme, dem Abmessen sowie unsaubere Behälter und Sonden. Ich hab währenddessen auch coole Fotos geschossen und durfte die Anmoderation für die dabei entstandenen Videos machen.

  • Ermittlung der Nitratwerte durch einfärben der Probe.

(Julia)

Tag 2 – Einblicke: Erste Schritte im Editing

Bilder bearbeiten, Videos schneiden und erstellen – diese Aufgaben aus dem Editing-Bereich, welche auch Bestandteile des Studiums der Medieninformatik (B.Sc.) und der Medien- und Spielekonzeption (M.A.) sind, hatten die Teilnehmerinnen der SelectMINT-Woche am zweiten Tag. Dabei machten sie ihre ersten Erfahrungen mit Photoshop, Premiere und After Effects. Franzi, Sophia und Chris berichten.

Photoshop: “Bilder Perfektionieren”

Nachdem wir die Experimente durchgeführt und das Mittagessen zu uns genommen hatten, durchforsteten wir die geschossenen Fotos und fesselnden Videos. Wir suchten nach den besten Bildern, während die Anderen fleißig die Filme schnitten. Zur Bearbeitung benutzten wir nach einer kurzen Einführung Photoshop.

Franzi: Ich selbst habe bereits während eines Praktikums mit Photoshop gearbeitet, jedoch designte ich dort mit Hilfe eines Tablets selbst. So habe ich hier einen Einblick in die Bearbeitung von richtigen Fotos bekommen. Von der Veränderung der Belichtung bis zur Farbanpassung konnten wir die Bilder perfektionieren. Mir hat es ziemlich Spaß gemacht, sich mit dem Programm auseinanderzusetzen.

Sophia: Mit Photoshop hatte ich noch keine Erfahrung. Deswegen entschied ich mich dafür, die Bilder zu bearbeiten und nicht die Filme zu schneiden. Anfangs fand ich es sehr verwirrend, da wir uns viele Dinge in kürzester Zeit merken mussten. Nach und nach hatte ich den Dreh aber raus, doch brauchte ich trotzdem noch länger als die Anderen, um die Bilder zu photoshopen. An sich fand ich es aber interessant und war stolz auf die Ergebnisse, die sogar veröffentlicht wurden.

  • Die Texte für den Blog werden von einer Teilnehmerin verfasst.

Premiere: DAS SPIEL MIT SCHNITT & BLENDEN

Chris: Ich schätze jeder hat schon einmal einen Film gesehen und gedacht “Wahnsinn, wie bekommen die das hin?”. So ging es mir auch. Zwar habe ich schon beim Schneiden zugesehen, aber eine wirkliche Idee, wie es wohl sein würde, entstand dabei nie. Die Einführung in das Programm (Adobe Premiere) dauerte durch die berühmten “technischen Schwierigkeiten” etwas länger, aber nachdem alles bereit stand, fing ich an, mich in die Welt der Videobearbeitung hineinzufinden.

Ich wusste, dass es Zeit braucht, und jetzt, da ich es ausprobieren durfte, kann ich nur sagen: Ja! Es braucht Zeit. Viel Zeit. Aber es macht eben auch genauso viel Spaß. Man spielt mit Schnitten, Blenden, Ton- und Videospuren und lernt, die Realität noch attraktiver zu gestalten. Das Programm an sich bot uns vielseitige Möglichkeiten und war übersichtlicher, als andere, die ich bereits bei Freunden gesehen hatte. Zumindest kann ich von mir behaupten, dass ich recht gut damit arbeiten konnte.

Was man allerdings dazusagen muss, ist, dass dir das Videomaterial irgendwann aus dem Hals hängt, weil du es immer und immer und – ja richtig – immer wieder ansehen musst, während du nach der perfekten Schnittstelle suchst, die oftmals zwischen einem Satzende und dem nächsten, flüssig übergleitenden “Und…” lag.

Es war schon sehr nervenraubend, wenn jemand weder Punkt noch Komma kannte. Dennoch haben wir das Beste aus dem uns zur Verfügung Stehenden gemacht. Schlussendlich entstand ein Video, das sich sehen lassen kann und auf das wir ziemlich stolz sind. Natürlich fehlt noch einiges, wenn man einen Kinofilm anstrebt, aber unser Interesse ist geweckt, wir hatten eine Menge Spaß und ich kann jedem nur empfehlen, sich mal am Schnitt zu versuchen – es lohnt sich.

After Effects: Stopmotionfilm erstellen

Franzi: Nach der Einführung in “Mobile Systeme” haben wir uns mit dem Zusammenbau eines Lego-Roboters auseinander gesetzt. Mithilfe von Anleitungen, die sehr an die von IKEA erinnern, haben wir los gebastelt. Den ganzen Prozess kann man unterschiedlich festhalten. Wir entschieden uns einen Stopmotionfilm zu machen. Das bedeutet, dass durch das Aneinanderreihen einzelner Bilder, eine Bewegung erzeugt wird.

Nachdem die Aufnahmen für uns gemacht wurden, haben wir am Nachmittag angefangen, die Sequenzen aneinander zu schneiden. Mühselig haben wir uns zu zweit durch das Programm geklickt. Gefühlte Ewigkeiten verbrachten wir damit, den gleichen Prozess für alle 60 Bilder zu wiederholen. Nach der genauen Überlegung, der perfekten Länge und mehrmaligem Rendern, wurden wir endlich fertig.

(Franzi, Sophia, Chris)

Start der “Movie meets MINT”-Woche

Filmen, schneiden und fotografieren: Seit Montag sind elf Schülerinnern in den Laboren und Studios der Hochschule Harz unterwegs. Gemeinsam mit den Professoren Dr. Andrea Heilmann, Dr. Frieder Stolzenburg, Daniel Ackermann und Martin Kreyßig, ebenso mit Studierenden, zeichnen sie mit der Videokamera ihre Projekte auf, fotografieren das Erlebte und verfassen anschließend einen Blog-Eintrag darüber. Die Forschungswoche ist Teil der Aktion “SelectMINT”, die vor allem jungen Frauen für die MINT-Fächer begeistern soll.

Bis Freitag (14. Oktober) stehen sowohl Technik-Einführungen, als auch praktische Umsetzungen mit Videokamera, Fotoapparat und Ton auf dem Programm. Nach ihrer Begrüßung an der Hochschule, durften sich die Teilnehmerinnen, die maßgeblich für diesen Blog verantwortlich sind, in der Kategorie “Über uns” vorstellen. Die einzelnen Tage und Ergebnisse werden auf diesem Blog ebenfalls nach und nach veröffentlicht.

(Johanna Daher)