Tag 2: Dank Schiff-Experiment zum Spaß an Physik

Von Lea und Sophie

“Praxisnah”, “Interessant”, “Anschaulich” – und Physik? Passt das? Davon versuchten uns Professor Rudolf Mecke und Laboringenieur Peter Kußmann zu überzeugen. Am Dienstagvormittag führten wir zum Thema “Automatisierung durch Regelungstechnik” ein Experiment in einem der “Smart Automation”-Labore durch. Im Vergleich zu unseren bisherigen Erfahrungen in der Schule, wurde uns hier die Möglichkeit gegeben, uns nochmal ganz anders mit der Physik zu beschäftigen.

Das Experiment: Von Schiffen und dem Geldsparen

“Zeit ist Geld”, meinte Peter Kußmann und versuchte uns das eigentliche Problem bildlich darzustellen: Heutzutage werden immer häufiger Kräne für das Be- und Entladen eines Schiffes verwendet. Jedoch beeinflusst die Schwingdauer des Kranpendels die Anlegezeit und somit die entstehenden Kosten. In großen Unternehmen wird deshalb versucht, durch das Regeln der Schwingungsdauer, unnötige Kosten zu vermeiden.

  • Laboringenieur Peter Kußmann erklärt den Schülerinnen die Auswirkungen des Motors auf das Pendel. Foto: Movie meets Technology

So wurde uns durch einen vereinfachten Versuch vermittelt, wie ein solches Problem bewältigt werden kann. Dazu wurde die Zeit gemessen, die ein Pendel bis zum Ausschwingen benötigt. Zusätzlich wurden darauf Tischtennisbälle platziert, um die Container darzustellen. Da das Pendel sehr lange bis zum Stillstand benötigt und die Bälle, wie erwartet, herunterfielen, mussten wir eine Lösung finden.

Dafür wurde uns ein Programm gezeigt, bei dem die Schwingungen in verschiedenen Farben dargestellt werden. Durch das Eingeben verschiedener Zahlenwerte für die Schwungdämpfung, kann damit das Problem behoben werden. Nach vielen vergeblichen Versuchen fanden Annika und Alina eine passende Lösung. Diese probierten wir sofort aus und siehe da, es funktionierte. Mit dieser Methode sparen Unternehmen mehrere Millionen Euro.

Immer mit dabei: Fotoapparat und Videokamera

Während des Experiments machten wir Foto- und Videoaufnahmen und interviewten Laboringenieur Peter Kußmann und seinen Hilfswissenschaftler (HiWi) Henrik Dresselhaus. Wir stellten ihnen Fragen zum Verlauf und dem Studienfach “Smart Automation” selbst. Die Bearbeitung des Foto- und Videomaterials wurde uns dann nachmittags durch Sebastian und Robin, beides Masterstudenten der “Medien- und Spielekonzeption”, beigebracht.

Sowohl das Lösen des Problems als auch das Filmen und Bearbeiten bereiteten allen Teilnehmerinnen viel Freude. So hatte Lea das Gefühl, Teil eines richtigen Kamerateams zu sein, da sie bei Fotografie, Film und Ton mitgewirkt hat. “Ich war sehr konzentriert, während des Interviews, um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen”, sagt sie. “Es war sehr interessant”, äußert sich Kim und Alina fügt lächelnd hinzu: “Ich bin der Physik etwas näher gekommen. Es hat Spaß gemacht.”

Quelle Beitragsbild: Movie meets Technology