Tag 4: “Movie meets Technology” – So gefiel es den Schülerinnen

Blätterschlachten im Wald, Outtakes beim Videodreh und viel neues Wissen aus dem Technologie-Bereich: Das haben die sieben Schülerinnen beim viertägigen Projekt “Movie meets Technology” erlebt. Donnerstag haben sie ihre Video- und Fotoprojekte abgeschlossen und die Zeit an der Hochschule Harz gemeinsam mit allen Helfer*innen, sowie Rektor Folker Roland und Dekanin Andrea Heilmann, Revue passieren lassen.

“Es war total schön, alle hier waren so nett, wir haben uns alle gut verstanden und viel Wissen weitergegeben bekommen”, beginnt Annemarie die Feedback-Runde. Annika fügt als zweite hinzu: “Wir haben sehr gute Einblicke bekommen. Ich bin jetzt zwar auch erschöpft, weil wir sehr viel in so kurzer Zeit gemacht haben, finde es aber auch Schade, dass es jetzt schon vorbei ist.” Alina ist nach den vier Tagen begeistert vom Studentenleben: “Ich habe jetzt einen tollen Eindruck vom Campus und Studieren bekommen und wie es ist in Wernigerode zu leben. Die Infos über Fotos und Videos werde ich jetzt so anwenden.”

  • Ganz nah ran mit der Kamera. Foto: Movie meets Technology

Kim gefiel der Zusammenhalt der Teilnehmerinnen besonders gut: “Ab dem ersten Tag haben wir uns sehr gut verstanden. Dadurch hat das Filmen echt viel Spaß gemacht. Es ist so schön zu sehen, was am Ende dabei rausgekommen ist.” Und Lea fügt hinzu: “Dass wir uns alle so gut verstehen, ist nicht selbstverständlich. Im Bezug auf die Zukunftsplanung bin ich mir klarer geworden, dass ich in Richtung Fotografie, Filmen, Bildbearbeitung gehen möchte.” Sophie sagt: “Ich habe mich hier so heimisch gefühlt, die Woche bleibt mir definitiv in Erinnerung.” Zuletzt meint Lisa: “Es ist so schade, dass es vorbei ist, das hätte ruhig noch länger gehen können. Ich denke, dass das alles nicht geklappt hätte, wenn wir uns im Team nicht so gut verstanden hätten.”

“Behind the scenes” mit lustigen Momenten

Natürlich war das gesamte Projekt nicht total ernst und nur voller neuen Infos: Beim Ausprobieren der Kameras und Üben der Filmaufnahmen sind einige lustige Momente passiert. Das haben die Schülerinnen ebenfalls in einem Video festgehalten.

Damit enden die Forschungstage und somit auch erst einmal wieder die neuen Beiträge auf diesem Blog. Wir freuen uns, dass du uns hier begleitet hast und hoffen, dass du auch beim nächsten Mal wieder mit dabei bist. Den Schülerinnen wünschen wir jetzt erst einmal eine tolle Heimreise und am Montag wieder einen guten Schulstart.


An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an alle Helfer*innen, die die Schülerinnen bei ihrer Arbeit unterstützt haben und hinter dem Projekt stecken – wir hoffen, dass wir bei den vielen tatkräftigen Unterstützer*innen niemanden vergessen haben:

Prof. Daniel Ackermann, Prof. Martin Kreyßig, Claudia Hellwig (FEM Power-Projekt), Jessica Bones (Studentin Medieninformatik (B.Sc.)), Robin Ritter, Sebastian Fick, Alexandra Herbersdorf, Johanna Daher (alle Student*innen der “Medien- und Spielekonzeption” (M.A.))

Außerdem vielen Dank an die Unterstützer aus den Laboren für ihre tolle Mitarbeit:

Prof. Dr. Hardy Pundt, Prof. Dr. Rudolf Mecke, Peter Kußmann (Laboringenieur), Hendrik Dresselhaus (Hilfswissenschaftler)

 

Quelle Beitragsbild: Movie meets Technology

 

Tag 3: Mit GPS-Geräten einen Track erstellen

Von Lisa

Wir stehen vor dem Seiteneingang der Hochschule Harz. In unseren Armen die Technik, die wir für den heutigen Dreh brauchen: eine Kamera in einer Halterung – “Fig Rig” genannt – zum Filmen, eine Kamera für die Fotos und natürlich das Tongerät Zoom, um das Rascheln der Blätter unter unseren Füßen aufzuzeichnen. Professor Hardy Pundt schlägt vor, ein Stück in den Wald zu gehen, um einen GPS-Track aufzuzeichnen. Keine von uns hatte bisher Erfahrungen im Geocaching gesammelt. Nach kurzer Einweisung direkt vor Ort, laufen wir über heruntergefallene Blätter Waldwege entlang und an einem kleinen Teich vorbei.

Ein Track muss erst abgelaufen und erstellt werden. Eine Route hingegen existiert schon und kann im GPX-Format geteilt werden. Der Standort wird entgegen aller Erwartungen nicht direkt von einem GPS-Signal bestimmt, sondern es braucht mindestens drei Satelliten, die in circa 20.200 km Entfernung über unseren Köpfen um die Erde kreisen, um ihn zu berechnen. Neben dem amerikanischen GPS gibt es noch einige andere Navigationssysteme, wie beispielsweise “Galileo” in Europa, “GLONASS” in Russland oder “IRNSS” in Indien, die aber die gleiche Technik verwenden. Das haben wir am Anfang im Labor für Geoinformations- und Datenbanksysteme gelernt, in dem uns Professor Hardy Pundt auch den Umgang mit den GPS-Geräten erklärte.

Feedback: So kam das GPS-Tracking an

“Obwohl ich mich aufs Fotomachen fokussiert habe, war es trotzdem interessant zu sehen, wie man einen Track erstellt”, resümiert Annemarie. Auch Annika war den Tag über hinter der Kamera und hat gefilmt: „Es war mit der Zeit anstrengend das “Fig Rig” auf Position zu halten, aber es hat mir Spaß gemacht. Robin hat mich auch unterstützt und mir viele Tricks beigebracht.“ Ich selbst habe die Tonangel gehalten und hatte deshalb keine Hand mehr für das Zoom frei, konnte die Tonaufnahme nicht starten und stoppen. Deshalb hat mir Sebastian dabei geholfen.

  • Die Schülerinnen lernen das Labor Geoinformationssysteme kennen. Foto: Movie meets Technology

Sophie bildete mit Lea, Kim und Alina ein Team. “Ich dachte eigentlich, wir suchen Caches, aber es war auch cool einen Track zu erstellen. Hätte es richtig funktioniert, wäre es noch besser gewesen.” Alina sieht es ähnlich: “Ich hätte nicht gedacht, dass man durch Herumstehen so schell von Wernigerode nach Bad Segeberg in Schleswig-Holstein kommt.” Lea weiß, woran das liegt: “Bei der Erstellung eines Tracks ist es wichtig, sich kontinuierlich zu bewegen, sonst bricht das Gerät die Aufzeichnung ab. Da wir auch einige Szenen im Wald gedreht haben, sind die Geräte bestimmt durcheinander gekommen.” Denn die Schülerin saß nur vor ihrem PC, verfolgte den selbsterstellten Track über Google Earth und hatte demanch den Harz nicht verlassen. Kim fand die anschließende “berühmte Harzer Blätterschlacht” am besten. “Uns gegenseitig nach dem geplanten Programm noch mit Blättern zu bewerfen, war ein schöner Abschluss. Mir hat der Tag sehr gut gefallen.”

Quelle Beitragsbild: Movie meets Technology

Tag 2: Dank Schiff-Experiment zum Spaß an Physik

Von Lea und Sophie

“Praxisnah”, “Interessant”, “Anschaulich” – und Physik? Passt das? Davon versuchten uns Professor Rudolf Mecke und Laboringenieur Peter Kußmann zu überzeugen. Am Dienstagvormittag führten wir zum Thema “Automatisierung durch Regelungstechnik” ein Experiment in einem der “Smart Automation”-Labore durch. Im Vergleich zu unseren bisherigen Erfahrungen in der Schule, wurde uns hier die Möglichkeit gegeben, uns nochmal ganz anders mit der Physik zu beschäftigen.

Das Experiment: Von Schiffen und dem Geldsparen

“Zeit ist Geld”, meinte Peter Kußmann und versuchte uns das eigentliche Problem bildlich darzustellen: Heutzutage werden immer häufiger Kräne für das Be- und Entladen eines Schiffes verwendet. Jedoch beeinflusst die Schwingdauer des Kranpendels die Anlegezeit und somit die entstehenden Kosten. In großen Unternehmen wird deshalb versucht, durch das Regeln der Schwingungsdauer, unnötige Kosten zu vermeiden.

  • Laboringenieur Peter Kußmann erklärt den Schülerinnen die Auswirkungen des Motors auf das Pendel. Foto: Movie meets Technology

So wurde uns durch einen vereinfachten Versuch vermittelt, wie ein solches Problem bewältigt werden kann. Dazu wurde die Zeit gemessen, die ein Pendel bis zum Ausschwingen benötigt. Zusätzlich wurden darauf Tischtennisbälle platziert, um die Container darzustellen. Da das Pendel sehr lange bis zum Stillstand benötigt und die Bälle, wie erwartet, herunterfielen, mussten wir eine Lösung finden.

Dafür wurde uns ein Programm gezeigt, bei dem die Schwingungen in verschiedenen Farben dargestellt werden. Durch das Eingeben verschiedener Zahlenwerte für die Schwungdämpfung, kann damit das Problem behoben werden. Nach vielen vergeblichen Versuchen fanden Annika und Alina eine passende Lösung. Diese probierten wir sofort aus und siehe da, es funktionierte. Mit dieser Methode sparen Unternehmen mehrere Millionen Euro.

Immer mit dabei: Fotoapparat und Videokamera

Während des Experiments machten wir Foto- und Videoaufnahmen und interviewten Laboringenieur Peter Kußmann und seinen Hilfswissenschaftler (HiWi) Henrik Dresselhaus. Wir stellten ihnen Fragen zum Verlauf und dem Studienfach “Smart Automation” selbst. Die Bearbeitung des Foto- und Videomaterials wurde uns dann nachmittags durch Sebastian und Robin, beides Masterstudenten der “Medien- und Spielekonzeption”, beigebracht.

Sowohl das Lösen des Problems als auch das Filmen und Bearbeiten bereiteten allen Teilnehmerinnen viel Freude. So hatte Lea das Gefühl, Teil eines richtigen Kamerateams zu sein, da sie bei Fotografie, Film und Ton mitgewirkt hat. “Ich war sehr konzentriert, während des Interviews, um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen”, sagt sie. “Es war sehr interessant”, äußert sich Kim und Alina fügt lächelnd hinzu: “Ich bin der Physik etwas näher gekommen. Es hat Spaß gemacht.”

Quelle Beitragsbild: Movie meets Technology

Tag 1: Von Kamera-Einstellungen bis Bildausschnitte

Wer das Ziel hat, Videos zu drehen und Fotos zu machen, muss erst einmal lernen, wie das funktioniert. Professor Martin Kreyßig hat den sieben Schülerinnen gemeinsam mit Robin Ritter und Sebastian Fick, beides Master-Studenten der “Medien- und Spielekonzeption”, die Basics am ersten Tag erklärt. “Nah rangehen. Details sind gut”, sagt Professor Martin Kreyßig beim Thema Bildausschnitte. Es folgen wildes Kamerageklicke, gestellte Posen, immer wieder Drehen an den Kamera-Knöpfen. Die Teilnehmerinnen probieren fleißig aus, stellen Fragen. “Wie wird der Vordergrund nochmal scharf und der Hintergrund unscharf?”, fragt die eine. “Was soll ich machen, damit das Bild heller wird?”, versucht die andere herauszufinden.

  • Sebastian erklärt Lisa den Umgang mit dem Tonaufnahmegerät Zoom. Foto: Movie meets Technology

Für die Schülerinnen war die Arbeit mit professioneller Technik, wie mit der Sony Alpha 7S, Neuland. Einige von ihnen haben eine eigene Spiegelreflexkamera Zuhause. Schülerin Lisa hat sich deshalb in der Feedback-Runde am ersten Tag gewünscht: “Ich nehme bei meiner Spiegelreflexkamera immer die Automatik-Einstellung. Ich würde hier gerne lernen, wie ich das richtig mache.” (Artikel: “Movies meets Technology: Projekttage gestartet!”)

Nachgefragt: So kam die Technik-Einführung an

“Es war sehr aufregend. Ich war noch nie für den Ton verantwortlich. Voll cool, das mal professioneller als mit dem eigenen Handy machen zu können. Das hat viel Spaß gemacht”, resümiert Schülerin Lea. Ihre Sitznachbarin  Sophie ergänzt: “Ich war erst eingeschüchtert mit der schweren, teuren, großen Technik zu arbeiten. Aber als man sie in der Hand hatte, hat mich sich total professionell gefühlt.”

Annika erzählt: “Professor Martin Kreyßig, Sebastian und Robin waren sehr freundlich und haben uns in kurzer Zeit sehr viele Infos vermittelt. Das war super interessant, hat uns sehr gut auf das Thema eingestimmt und für die Projekte motiviert. Ich habe mich so bisschen wie ein Student gefühlt.” Und auch Lisa hat die Einführung gut gefallen: “Am meisten habe ich mich darauf gefreut, mit der Technik anzufangen – Kameraführung und Tonaufnahmen, das war alles neu. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.”

Wie spaßig so eine Technik-Einführung sein kann, berichtet Annemarie: “Durch das Proben der Interviews kam es zu komischen Situationen, das gesamte Team ist sehr lustig.” Sie ergänzt: “Die Kamerabedienung und die einzelnen Einstellungen sind spannend. Außerdem haben wir bei den Interviews gelernt, dass man mit einer Auflockerungsfrage beginnt und W-Fragen stellt.”  Auch Kim gefällt das Team, durch dessen gute Atmosphäre sie besser lernen kann: “Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell, so gut verstehen. So war es einfach in die Technik reinzukommen und das alles auszuprobieren. Ich fand das Filmen der Interviews am besten.” Auch Alina fand das Filmen am besten und fügt hinzu: “Durch die einzelnen Aufgaben war es total interessant und wie spielerisches Lernen. Das hat viel Spaß gemacht und man hat es leichter verstanden.”

Ausblick auf die kommenden Tage

Die gelernte Technik haben die Schülerinnen heute im “Smart Automation”-Labor der Hochschule Harz angewendet. Sie haben dort Versuche durchgeführt und Input bekommen; das Ganze haben sie gefilmt und fotografiert. Aktuell sitzen sie – also an Tag 2 – am Sichten des Materials, dem Schneiden der Videos und dem bearbeiten der Bilder. Das Ergebnis dieses Tages präsentieren wir dir dann morgen hier auf dem Blog. Das weitere Programm findest du im Detail hier: “Programm 2018“.

Quelle Beitragsbild: “Movie meets Technology”

“Movie meets Technology”: Projekttage gestartet!

Vier Tage, sieben Schülerinnen und viele neue Erfahrungen: Das Projekt “Movie meets Technology” ist an der Hochschule Harz gestartet. Am Ende sollen die Teilnehmerinnen Videos drehen und bearbeiten, Situationen im Labor fotografieren und Interviews führen. Die Ergebnisse werden auf diesem Blog veröffentlicht, er begleitet täglich das gesamte Projekt. Die Forschungstage sind Teil der Aktion “SelectMINT”, die vor allem jungen Frauen für die MINT-Fächer begeistern soll. MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Lustige Gruppe: Begeisterung bei der Feedback-Runde. Foto: Robin Ritter

Vorfreude auf Videoschnitt und Foto-Bearbeitung

Wie funktioniert die Fotokamera? Wann werden Bilder scharf? Und was ist eigentlich ein “Rig”? Die Antworten bekamen die Schülerinnen am ersten Tag, ein genauer Artikel dazu folgt morgen (Artikel: “Tag 1: Von Kamera-Einstellungen bis Bildausschnitte”). Außerdem gab es eine Campusführung, einen ersten Blick in die Labore und ein gemeinsames Mensa-Essen. Das genaue Programm haben wir dir hier übersichtlich aufgelistet: “Programm 2018“.

“Ich möchte gerne Bilder bearbeiten und Videos schneiden können”, sagt Schülerin Sophie, mit nickender Zustimmung ihrer Kolleginnen, bei der Feedbackrunde am Ende des Tages. Lisa ergänzt: “Ich nehme bei meiner Spiegelreflexkamera immer die Automatik-Einstellung. Ich würde hier gerne lernen, wie ich das richtig mache.” Annemarie ist der Blick in die Zukunft wichtig: “Ich würde gerne neue Erfahrungen sammeln und rausfinden, ob ich das später beruflich machen möchte.”

Die Schülerinnen erzählen, wie ihnen der erste Tag gefallen hat. Foto: Robin Ritter

Resümee des ersten Tages

Lea und Lisa haben als Protagonistinnen vor der Videokamera als Übung rumgealbert – deshalb kam es schnell zum ersten Insider: “Lustige Lea”, meinten die Kolleginnen und sie reagierte wegen der typischen Alliteration: “Ich mache nicht bei ‘Bauer sucht Frau mit’, fand die heutigen Einblicke sehr spannend und gerade die Arbeit mit der Kamera ereignisreich.”

Annika ist eine Besonderheit aufgefallen: “Das Verhältnis zwischen den Mentoren hier und uns Schülerinnen ist so ganz anders als in der Schule. Wir sind hier auf einer Ebene. Das ist echt cool.” Sitznachbarin Kim fügt hinzu: “Die Atmosphäre ist sehr schön und locker, das Mitmachen und Ausprobieren macht viel Spaß.” Alina beendet die Feedback-Runde: Ich finde es schön, dass wir hier hinter die Kulissen schauen können und dass wir uns untereinander so gut verstehen.”

Quelle Beitragsbild: Tilo Sichler

Tag 4 – Interviews: MINT – ein Männer-Ding?

81 Prozent der Forscher in deutschen Unternehmen sind männlich – das hat eine Studie des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft in 2015 herausgefunden. Demnach sind die MINT-Berufe immer noch von Männern dominiert.

Prof. Dr. Louisa Klemmer (Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Harz):

Der Frauenanteil in Forschung, Lehre und auf vielen wissenschaftlichen Qualifikationsebenen ist deutschlandweit weiterhin unterrepräsentiert. Auch im Land Sachsen-Anhalt lässt sich diese Ausprägung beobachten.

Mathematik und Naturwissenschaften haben laut der Organisation “Komm mach Mint” in 2014 etwa 64.500 Frauen und 102.600 Männer als Studienfach begonnen. Allerdings steigt die Zahl von Frauen in den technischen Berufen laut des Statistischen Bundesamtes an.

Prof. Dr. Louisa Klemmer:

Mädchen/Frauen und Jungen/Männer wählen – nicht zuletzt auf der Basis von traditionellen Geschlechterrollen – (zum Teil) noch immer unterschiedliche Berufsfelder bzw. Studienrichtungen.

Bezogen auf die Gleichstellungsarbeit bedeutet dies insbesondere, die Teilhabe von Frauen auf allen Ebenen weiterhin zu unterstützen und auszubauen. Nach wie vor gibt es zu wenige Frauen auf einzelnen Karrierestufen und / oder in bestimmt Fächern sowie in Gremien und in Führungspositionen in der Wissenschaft.

Daher verstehe ich die Gleichstellungsarbeit als einen Abbau von Benachteiligung die eine gleiche Teilhabe ermöglicht. Sprich Minderheiten mit gleichen Chancen auszustatten, strukturelle Missstände zu analysieren und aufzeigen, dann den Anstoß zur Veränderungen zu geben.

Die beiden Studentinnen Claudia Hellwig und Sandy Oerthmann (Bild rechts) von der Hochschule Harz sprechen über ihre Motivation, sich in das männerdominierte MINT-Feld zu begeben und wie sie dort den Unterschied zwischen Mann und Frau wahrnehmen.