Tag 1: Von Kamera-Einstellungen bis Bildausschnitte

Wer das Ziel hat, Videos zu drehen und Fotos zu machen, muss erst einmal lernen, wie das funktioniert. Professor Martin Kreyßig hat den sieben Schülerinnen gemeinsam mit Robin Ritter und Sebastian Fick, beides Master-Studenten der “Medien- und Spielekonzeption”, die Basics am ersten Tag erklärt. “Nah rangehen. Details sind gut”, sagt Professor Martin Kreyßig beim Thema Bildausschnitte. Es folgen wildes Kamerageklicke, gestellte Posen, immer wieder Drehen an den Kamera-Knöpfen. Die Teilnehmerinnen probieren fleißig aus, stellen Fragen. “Wie wird der Vordergrund nochmal scharf und der Hintergrund unscharf?”, fragt die eine. “Was soll ich machen, damit das Bild heller wird?”, versucht die andere herauszufinden.

  • Sebastian erklärt Lisa den Umgang mit dem Tonaufnahmegerät Zoom. Foto: Movie meets Technology

Für die Schülerinnen war die Arbeit mit professioneller Technik, wie mit der Sony Alpha 7S, Neuland. Einige von ihnen haben eine eigene Spiegelreflexkamera Zuhause. Schülerin Lisa hat sich deshalb in der Feedback-Runde am ersten Tag gewünscht: “Ich nehme bei meiner Spiegelreflexkamera immer die Automatik-Einstellung. Ich würde hier gerne lernen, wie ich das richtig mache.” (Artikel: “Movies meets Technology: Projekttage gestartet!”)

Nachgefragt: So kam die Technik-Einführung an

“Es war sehr aufregend. Ich war noch nie für den Ton verantwortlich. Voll cool, das mal professioneller als mit dem eigenen Handy machen zu können. Das hat viel Spaß gemacht”, resümiert Schülerin Lea. Ihre Sitznachbarin  Sophie ergänzt: “Ich war erst eingeschüchtert mit der schweren, teuren, großen Technik zu arbeiten. Aber als man sie in der Hand hatte, hat mich sich total professionell gefühlt.”

Annika erzählt: “Professor Martin Kreyßig, Sebastian und Robin waren sehr freundlich und haben uns in kurzer Zeit sehr viele Infos vermittelt. Das war super interessant, hat uns sehr gut auf das Thema eingestimmt und für die Projekte motiviert. Ich habe mich so bisschen wie ein Student gefühlt.” Und auch Lisa hat die Einführung gut gefallen: “Am meisten habe ich mich darauf gefreut, mit der Technik anzufangen – Kameraführung und Tonaufnahmen, das war alles neu. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.”

Wie spaßig so eine Technik-Einführung sein kann, berichtet Annemarie: “Durch das Proben der Interviews kam es zu komischen Situationen, das gesamte Team ist sehr lustig.” Sie ergänzt: “Die Kamerabedienung und die einzelnen Einstellungen sind spannend. Außerdem haben wir bei den Interviews gelernt, dass man mit einer Auflockerungsfrage beginnt und W-Fragen stellt.”  Auch Kim gefällt das Team, durch dessen gute Atmosphäre sie besser lernen kann: “Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell, so gut verstehen. So war es einfach in die Technik reinzukommen und das alles auszuprobieren. Ich fand das Filmen der Interviews am besten.” Auch Alina fand das Filmen am besten und fügt hinzu: “Durch die einzelnen Aufgaben war es total interessant und wie spielerisches Lernen. Das hat viel Spaß gemacht und man hat es leichter verstanden.”

Ausblick auf die kommenden Tage

Die gelernte Technik haben die Schülerinnen heute im “Smart Automation”-Labor der Hochschule Harz angewendet. Sie haben dort Versuche durchgeführt und Input bekommen; das Ganze haben sie gefilmt und fotografiert. Aktuell sitzen sie – also an Tag 2 – am Sichten des Materials, dem Schneiden der Videos und dem bearbeiten der Bilder. Das Ergebnis dieses Tages präsentieren wir dir dann morgen hier auf dem Blog. Das weitere Programm findest du im Detail hier: “Programm 2018“.

Quelle Beitragsbild: “Movie meets Technology”

“Movie meets Technology”: Projekttage gestartet!

Vier Tage, sieben Schülerinnen und viele neue Erfahrungen: Das Projekt “Movie meets Technology” ist an der Hochschule Harz gestartet. Am Ende sollen die Teilnehmerinnen Videos drehen und bearbeiten, Situationen im Labor fotografieren und Interviews führen. Die Ergebnisse werden auf diesem Blog veröffentlicht, er begleitet täglich das gesamte Projekt. Die Forschungstage sind Teil der Aktion “SelectMINT”, die vor allem jungen Frauen für die MINT-Fächer begeistern soll. MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Lustige Gruppe: Begeisterung bei der Feedback-Runde. Foto: Robin Ritter

Vorfreude auf Videoschnitt und Foto-Bearbeitung

Wie funktioniert die Fotokamera? Wann werden Bilder scharf? Und was ist eigentlich ein “Rig”? Die Antworten bekamen die Schülerinnen am ersten Tag, ein genauer Artikel dazu folgt morgen (Artikel: “Tag 1: Von Kamera-Einstellungen bis Bildausschnitte”). Außerdem gab es eine Campusführung, einen ersten Blick in die Labore und ein gemeinsames Mensa-Essen. Das genaue Programm haben wir dir hier übersichtlich aufgelistet: “Programm 2018“.

“Ich möchte gerne Bilder bearbeiten und Videos schneiden können”, sagt Schülerin Sophie, mit nickender Zustimmung ihrer Kolleginnen, bei der Feedbackrunde am Ende des Tages. Lisa ergänzt: “Ich nehme bei meiner Spiegelreflexkamera immer die Automatik-Einstellung. Ich würde hier gerne lernen, wie ich das richtig mache.” Annemarie ist der Blick in die Zukunft wichtig: “Ich würde gerne neue Erfahrungen sammeln und rausfinden, ob ich das später beruflich machen möchte.”

Die Schülerinnen erzählen, wie ihnen der erste Tag gefallen hat. Foto: Robin Ritter

Resümee des ersten Tages

Lea und Lisa haben als Protagonistinnen vor der Videokamera als Übung rumgealbert – deshalb kam es schnell zum ersten Insider: “Lustige Lea”, meinten die Kolleginnen und sie reagierte wegen der typischen Alliteration: “Ich mache nicht bei ‘Bauer sucht Frau mit’, fand die heutigen Einblicke sehr spannend und gerade die Arbeit mit der Kamera ereignisreich.”

Annika ist eine Besonderheit aufgefallen: “Das Verhältnis zwischen den Mentoren hier und uns Schülerinnen ist so ganz anders als in der Schule. Wir sind hier auf einer Ebene. Das ist echt cool.” Sitznachbarin Kim fügt hinzu: “Die Atmosphäre ist sehr schön und locker, das Mitmachen und Ausprobieren macht viel Spaß.” Alina beendet die Feedback-Runde: Ich finde es schön, dass wir hier hinter die Kulissen schauen können und dass wir uns untereinander so gut verstehen.”

Quelle Beitragsbild: Tilo Sichler

Tag 1 – Vom Campus ins Studio und Labor

“Begrüßung, Campus-Rundgang und Laborführung” stand auf dem Plan neben dem ersten Tag der SelectMINT-Woche. Teilnehmerin Peggy (Foto: Mitte) schildert aus ihrer Sicht, wie sie diesen erlebt hat.

Nachdem ich bereits einen Tag früher im Internat “Brockenblick” angekommen war und auch schon die ersten Bekanntschaften geschlossen hatte, stieg bei mir bereits die Spannung und damit auch die Vorfreude auf die kommende Woche. Ich hoffte auf einen genaueren Einblick in die Medienwelt, speziell die Filmproduktion sowie einen ersten Eindruck vom Studentenleben.

  • Einführung und Begrüßung der Teilnehmerinnen in der Hochschule Harz.

Über den Campus

Bereits am ersten Tag sollten sich viele meiner Erwartungen und Wünsche erfüllen. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung und einer kleinen Kennenlernrunde, wurden wir über den Campus geführt und besichtigten das Gelände, einen Hörsaal und die Sporthalle. Das zahlreiche Angebot von über 50 Sportkursen, beeindruckte mich besonders – von “A” wie Aerobic bis “Z” wie Zumba war alles dabei.

  • Die Teilnehmerinnen werden über den Campus geführt.

Für mich wirkte besonders das Campusgelände recht groß und unübersichtlich, was einerseits daran liegen könnte, dass ich die Hochschule zum ersten Mal besucht habe, andererseits spielt vermutlich auch mein schlechter Orientierungssinn dabei eine entscheidende Rolle.

Mehr zur Begrüßung
Sophia: Nach unserer Ankunft in Wernigerode und in der Hochschule Harz wurden wir herzlich vom Team in Empfang genommen. Eine Vorstellungsrunde bildete den Auftakt, bevor wir hörten, was wir in den folgenden Tagen erleben werden. Voller Vorfreude konnten wir uns nun erste Vorstellungen davon machen, was in der Projektwoche auf uns zu kommt.

Zum Glück war ich nicht allein unterwegs! Neben den anderen Mädchen, zu denen ich mittlerweile immer mehr Anschluss fand, waren auch Studierende sehr hilfreich, die uns teilweise begleiten und Fragen beantwortet haben. Es gefiel mir sehr gut, das Studentenleben aus der Sicht deren zu hören, die es gerade selbst erleben.

Mehr zur Campusführung
Sophia: Nachdem alle Fragen geklärt waren, wurden wir über den schönen Campus der “Hochschule Harz” geführt. Dabei erfuhren wir viele interessante Details über die Institution und über das Studentenleben. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Hochschule ein eigenes Unikino hat und dass die Studiengänge so klein sind – also eine bessere Betreuung möglich ist. Alle Studierenden die wir trafen und jeder Einfluss stimmte uns positiv.

An die Kamera

Nach dem Campusrundgang folgte dann eine Einführung in die Kameratechnik in dem professionellen Film- und Fotostudio durch Prof. Martin Kreyßig und mit dem Equipment aus der Medienleihe. Vom Stativ über die verschiedenen Kameras bis hin zu deren Einstellungen, wie der Blende, der Schärfe oder auch dem Bildausschnitt, war alles dabei. Doch es gab noch mehr.

Mehr zur Technik-Einführung
Lisa: Blende, Weißabgleich, Stärke, ISO und noch vieles mehr – davon hatten wir bereits etwas gehört, doch das Ganze an Kameras auszuprobieren, stellte und vor eine neue Herausforderung. Es wurde ausprobiert, erklärt, Tipps gegeben und schließlich kamen wir zu sehenswerten Ergebnissen. Gleichzeitig erfuhren wir etwas über die Einstellung und Verwendung von Filmkameras und den dazugehörigen Tongeräten, mit denen wir daraufhin sofort angefangen haben, Drehmaterial zu sammeln.

Auch zur Tontechnik und zur Fotografie konnte ich noch eine Menge dazulernen. Erst, wenn man weiß, wie schwer beispielsweise eine Tonangel oder eine Kamera auf Dauer werden kann oder wie mühselig die Feineinstellungen des Fokus werden können, bemerkt man, wie viel Arbeit hinter einem fertigen Film steckt.

  • Gemeinsame Runde: Das Team bespricht die Technik-Basics im Studio.

In das Labor

Um zu wissen, was wir die Woche über filmen sollen, wurden uns im Anschluss die Experimente und das Labor vorgestellt, das wir am nächsten Tag nutzen würden. Damit verbunden war auch ein kleiner Vortrag über MINT-Fächer am Beispiel des Wirtschaftsingenieurwesens. Besonders faszinierend war, wie viele verschiedene Bereiche durch diesen Studiengang abgedeckt werden.

Weitere technische Studienfächer der HS Harz

Wirtschaftsingenieurwesen umfasst nicht nur trockene Theorie, Mathematik und Physik, sondern weist auch den praktischen Bezug, sowie das Anwenden verschiedener Sprachen auf, wozu die Möglichkeit des Auslandssemesters an über 81 Partnerhochschulen beiträgt.

  • Die Schülerinnen lernen die Labore der Hochschule kennen.

Für jemanden, der sich sowohl für Naturwissenschaften als auch für Sprachen interessiert, scheint damit den perfekten Studiengang gefunden zu haben. Dies erweiterte mein Blickfeld in Bezug auf die unterschiedlichen Studiengänge enorm. Oftmals ist es gar nicht notwendig, sich für eine spezielle Richtung entscheiden zu müssen – Verknüpfungen sind durchaus möglich.

Mehr zu den Laboren
Julia, Theresa, Franziska: Wie wird Abwasser eigentlich wieder sauber? Ab 15 Uhr gab uns Frau Prof. Dr. Heilmann eine kurze Einführung in den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Dort erzählte sie uns von ihren eigenen Erfahrungen und den Berichten anderer Studentinnen. Anschließend gab sie uns einen Einblick in biotechnische Automatisierungsprozesse, als einfaches Beispiel eine Kläranlage, und somit gleichzeitig in Experimente, die wir am nächsten Tag durchführen würden.

Danach ging es auch schon in das entsprechende Labor, in dem wir gleich eine Belehrung bekamen. Frau Gerlach erklärte uns, was für unsere Sicherheit und die Experimente wichtig ist und was zu beachten war. Natürlich nahmen wir unser neu erworbenes Wissen über Kamera-, Bild- und Tontechnik schon mit und hielten einige Momente fest (okay, vielleicht haben den Anfang auch unsere “Lehrer” gemacht… )

Video-Einblick zur Automatisierungstechnik

Julia: Zusammen mit Prof. Dr. Heilmann und Herr Kanneberg besichtigten wir das Labor Automatisierungstechnik. Uns wurden zwei Versuchsaufbaus gezeigt, einmal anhand eines Bioreaktors, was in einer Kläranlage passiert, und anschließend wie Flaschen durch einen Erkennungsmechanismus verschieden befüllt werden können – die Kamera immer mit dabei.

Mit der Gleichstellungsbeauftragten Prof. Dr. Louisa Klemmer erfolgte zum Schluss noch eine Feedbackrunde, in der wir offen und ehrlich unseren ersten Forschungstag einschätzen konnten. Unser Fazit: Die Hochschule Harz zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die einzelnen Seminargruppen eher klein gehalten sind, sodass Studieren persönlicher und intensiver möglich ist. Außerdem ist das Sportangebot sehr breit gefächert und es gibt viele Möglichkeiten ins Ausland zu gehen. Wir haben nach diesem doch anstrengenden Tag eine gute erste Idee vom Studium an der HS Harz bekommen.

Um den ersten Tag gut ausklingen zu lassen, bekamen wir noch eine persönliche Stadtführung von Sophia, einer weiteren Teilnehmerin, die uns durch die schönen Gassen Wernigerodes führte.

(Peggy)